Ethik-ette-Glossar 
 

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 A

 

Andrenoleukodystrophie (ALD)
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Erbkrankheit zumeist im Kindesalter, schneller neurologischer Verfall.

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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Aneuploidie-screening
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Untersuchung zur Abweichung von der regulären Chromosomenzahl.

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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Arbeitslosengeld II (ALG II)  

– Grundsicherung für Arbeitssuchende
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ALG II (umgangssprachlich auch als »Hartz IV« bezeichnet) ist eine Leistung nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) und existiert seit dem 1. Januar 2005. Das Ziel des ALG II ist die Grundsicherung des Lebensunterhalts für hilfebedürftige erwerbsfähige Menschen. Nicht erwerbsfähige Menschen können seit dem 1. Januar 2005 Sozialgeld als Leistung nach dem SGB II beziehen. Wenn das Einkommen eine Grundsicherung des Lebensunterhalts nicht sicherstellt, ist es auch möglich, ALG II trotz aktiver Erwerbsarbeit zu beziehen. Bei der Berechnung von ALG II wird Vermögen (es gibt jedoch Freibeträge / z. B. Grundfreibetrag pro Person 3100 € [Stand: August 2010]) und Einkommen (auch hier gibt es Freibeträge) berücksichtigt. Die Finanzierung von ALG II erfolgt durch allgemeine Steuermittel und nicht durch die Arbeitslosenversicherung. Die Höhe des ALG II bemisst sich an gesetzlich für die Grundsicherung des Lebensunterhalts festgesetzten Regelsätzen.

(Roland Preußl, 9/2010)

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B

 

Baby-take-home-Rate
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Erfolgsrate verschiedener Kinderwunschbehandlungen

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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Blastozyste
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Entwicklungsstadium der Embryonalentwicklung vor der Einnistung in die Gebärmutter

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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Blastozystenbiopsie
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Bei der Blastozystenbiopsie werden Tropho-blastzellen auf Gendefekte untersucht.

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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E

Embryo
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Als Embryo wird nach der Definition des ESchG die befruchtete, entwicklungsfähige menschliche Eizelle vom Zeitpunkt der Kernverschmelzung an bis zur 12. Schwangerschaftswoche bezeichnet (danach Fötus).

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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Embryonenschutzgesetz
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Embryonenschutzgesetz von 1990 (ESchG): Das Gesetz erlaubt die künstliche Befruchtung von maximal drei Eizellen pro Frau, wobei alle erzeugten Embryonen implantiert werden müssen

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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Endometriose
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Endometriose ist eine zumeist schmerzhafte chronische Erkrankung von Frauen, bei der Gebärmutterschleimhaut der Gebärmutterhöhle vorkommt.

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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Ethik
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In der ethischen Diskussion geht es um Werte und Normen, vor allem um deren Geltung und Begründung. Werte und Normen sind Maßstäbe, an denen sich Handeln orientiert, die aber auch verfehlt oder gebrochen werden können.

Werte und Normen können vom Einzelmenschen aus betrachtet werden: wie soll man handeln, welche Regeln soll man einhalten, welche Werte sollen realisiert werden usw. Aber auch die Perspektive von Gemeinschaften und Gesellschaften ist zu bedenken: was hält sie zusammen, wie soll das Verhältnis von Freiheit und sozialer Verpflichtung gestaltet sein, wie kann soziale Gerechtigkeit ermöglicht werden usw. Beide Perspektiven sind komplementär zu verstehen.


(Kerstin Schlögl-Flierl, 9/2010)

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Ethikkodex  
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Ein Ethikkodex bringt meist in schriftlicher Form die Werte einer Organisation zum Ausdruck und kommuniziert in Form von Richtlinien eine Verpflichtung gegenüber bestimmten Standards und Idealen.

(Eva Maria Fischer, 9/2010)

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Eugenik
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Eugenik zielt auf die Ausbreitung positiv bewerteter Erbanlagen und die Verringerung negativ bewerteter Erbanlagen in einer Gesellschaft durch entsprechende Gesundheitspolitik und Forschungsbemühungen.

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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Extrakorporale Befruchtung
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vgl. In-Vitro-Fertilisation (IVF).

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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F

Follikel
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Eibläschen

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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Follikelpunktion
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allg. Eizellentnahme

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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Fötus
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Der Fötus ist ein Embryo nach Ausbildung der inneren Organe innerhalb einer Schwangerschaft.

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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G

Gen-Translokationen
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Verlagerung bzw. Versetzung von Chromosomen oder Chromosomenabschnitten.

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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H

Hartz IV

 – Viertes Gesetz für moderne
Dienstleistungen am Arbeitsmarkt

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Die frühere „Arbeitslosenhilfe und die Sozialhilfe für Erwerbsfähige […] [wurden durch das Vierte Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt] in einem neuen Leistungssystem, der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Zweites Buch Sozialgesetzbuch – SGB II) zusammengeführt. […] Inhalte des Gesetzes sind: die Zusammenführung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe für Erwerbsfähige zu einer Grundsicherung für Arbeitsuchende, Unterstützung der Hilfebedürftigen bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt, pauschalierte Leistungen für Bedarfsgemeinschaften, Finanzierung der Grundsicherung aus Steuermitteln des Bundes, Sicherstellung der gleichmäßigen Rechtsanwendung durch die Bundesagentur für Arbeit, Bildung von Arbeitsgemeinschaften zur Leistungserbringung, Einführung eines dem Arbeitslosengeld II vorgelagerten einkommensabhängigen Kinderzuschlags, Ausschluss zusätzlichen Wohngeldbezugs durch Leistungsempfänger, Änderung der Einkommensermittlungs- und Verfahrensvorschriften; 2. Buch Sozialgesetzbuch - Grundsicherung für Arbeitsuchende - als Art. 1 der Vorlage, Änderung weiterer 55 Gesetze und Verordnungen, Aufhebung der Arbeitslosenhilfe-Verordnung; Neufassungsermächtigungen. Das vierte Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt ist im Wesentlichen ab 1. Januar 2005 in Kraft getreten.“  (Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, BGBl I Nr. 66 v. 29.12.2003, S. 2954.)

In der Umgangssprache steht »Hartz VI« für die Umschreibung des »ALG II«.

Der Name Hartz IV bezieht sich auf den deutschen Manager Peter Hartz und die vierte Stufe seines Konzeptes. Er wurde im Jahr 2002 von der damaligen Bundesregierung beauftragt Arbeitsmarktreformen zu erarbeiten. Als Vorsitzender der »Kommission für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt« (umgangssprachlich »Hartz-Kommission«) legte er der Bundesregierung ein »Hartz-Konzept« vor. Es besteht aus vier Stufen. Die vierte Stufe (Hartz IV) nimmt die Grundsicherung für arbeitsuchende Menschen in den Blick.

(Roland Preußl, 9/2010)

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I

Indikation (medizinisch)
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Ausdruck für den Gesamtzustand eines Patienten, darunter fallen auch äußere Umstände, tragische Verwicklungen, familiäre Situationen, usw. Diese Gründe beeinflussen die Entscheidung über ein mögliches medizinisches Handeln.

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)
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ICSI ist eine Methode der künstlichen Befruchtung, die Samenzelle des Mannes wird direkt in die Eizelle (genauerhin Zytoplasma) der Frau injiziert.

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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In-Vitro-Fertilisation (IVF)
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In-Vitro-Fertilisation = wörtlich: Befruchtung im Glas: Künstliche Befruchtung

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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K

Kombilohn
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Kombilohn bezeichnet die Kombination der Komponente »Lohn« (Arbeitsentgelt) mit einer zusätzlichen Komponente. In der Regel wird hier an sozial-staatliche Transferzahlungen gedacht (z. B. Aufstockung durch ALG II). Die zusätzliche Komponente ist unsymmetrisch mit dem Arbeitslohn verknüpft. Nur wenn die Komponente (Arbeitslohn) vorhanden ist, kann auch die zweite (sozial-staatliche) Komponente hinzukommen und somit einen »Kombilohn« bilden. Im Gegensatz zum Mindesteinkommen ist beim Kombilohn der »Lohn« die unverzichtbare Komponente.

(Roland Preußl, 9/2010)

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Kryokonservierung
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Kryokonservierung (wörtlich: kryo = Kälte): Im Rahmen der PID das Einfrieren und „Aufheben“ von Embryonen zur möglicherweise späteren Einpflanzung.

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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L

 

Laizismus
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Laizismus sowie Laizität (griech. λαος, das Volk) sind Begriffe, die eng mit den soziokulturellen Erscheinungen und Auswirkungen der Säkularisierung, das heißt mit dem Rückzug der Religion aus dem öffentlichen Bereich, verwoben sind. Im heutigen Sprachgebrauch ist es schwierig, die beiden Begriffe näher hin voneinander abzugrenzen, da sie auch von Soziologen, Historikern oder Juristen gleichermaßen verwendet werden. Im historischen Kontext betrachtet entstand der Begriff des Laizismus im 19. Jahrhundert in Frankreich. »Laicisme« galt als kämpferisch-antiklerikaler Ruf nach einer strikten Trennung zwischen Staat und Kirche und dem Aufruf, das Christentum aus der Öffentlichkeit zu verdrängen. Um diese neue Forderungen auszutesten, dienten vor allem die beiden Bereiche Rechtswesen und Schule.

(Johanna Rechenmacher, 9/2010)

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Leistungstheorie
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Das Entscheidende der Menschenwürde ist hiernach die Leistung der Identitätsbildung. Das eigene selbstbestimmte Verhalten ist somit die Grundlage, wodurch der Mensch seine Würde erlangt. Hierfür spricht keine Verbindlichkeit gegenüber einer bestimmten philosophischen Tradition. Ebenso, dass der Zusammenhang der Würde mit anderen Grundentscheidungen des Grundgesetzes zum Ausdruck kommt, die die Leistung der Identitätsbildung ermöglichen, z. B. Gleichheit- und Freiheitsrechte, sowie das Rechts- und Sozialstaatsprinzip.

(Barbara Suttner, 9/2010)

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Lohndumping
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Von Lohndumping wird gesprochen, wenn der ortsübliche Lohn (i. d. R. weniger als zwei Drittel) bzw. der Tariflohn in einem Gebiet unterschritten wird  oder wenn mit dem Lohn das Existenzminimum nicht gedeckt werden kann. Lohndumping wird von Arbeitgebern gezielt eingesetzt, um durch die niedrigeren Löhne Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Lohndumping wirkt sich daher negativ auf die Mitbewerber (andere Arbeitgeber) aus, da diese mit höheren Löhnen versuchen müssen, ähnlich produktiv zu sein. Aber auch Arbeitnehmer sind von Lohndumping direkt betroffen, da sie mit diesem niedrigeren Lohn ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen.

(Roland Preußl, 9/2010)

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M

Mindesteinkommen
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Mindesteinkommen rückt im Gegensatz zum Mindestlohn die gesamte Einkommenssituation und nicht allein den Lohn des Arbeitnehmers in den Fokus. Für ein »Mindesteinkommen«, welches in den meisten Modellvorschlägen auch durch sozial-staatliche Transferleistungen erreicht werden soll, ist die Komponente »Arbeitslohn« nicht wie für den Kombilohn zwingend notwendig, um die Komponente der »sozial-staatlichen Transferleistung« zu erhalten. Die Bestrebungen in Richtung eines »Mindesteinkommens« zeigen sich beispielsweise in den aktuellen Forderungen nach einem bedingungslosen Grundeinkommen oder einem Bürgergeld.

(Roland Preußl, 9/2010)

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Mindestlohn
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Mindestlohn bezeichnet die Lohn-Untergrenze eines Arbeitsentgeltes, die nicht unterschritten werden soll/darf.

Umgangssprachlich wird »Mindestlohn« oft mit einem »allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn« gleichgesetzt.
 

Weitere Spezifikationen:

Gesetzlicher Mindestlohn:
  Als gesetzlicher Mindestlohn, wird die gesetzlich festgelegte Lohn-Untergrenze eines Arbeitsentgeltes bezeichnet, die nicht unterschritten werden darf.

Branchenspezifische Mindestlöhne:  Als branchenspezifischer Mindestlohn (eigentlich: »branchenspezifischer gesetzlicher Mindestlohn«), wird die gesetzlich festgelegte Lohn-Untergrenze eines Arbeitsentgeltes für eine bestimmte Branche bezeichnet, die nicht unterschritten werden darf.

Allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn: Als allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn wird die gesetzlich festgelegte Lohn-Untergrenze eines Arbeitsentgeltes für ein Gebiet (z. B. für das gesamte Bundesgebiet) bezeichnet, die nicht unterschritten werden darf. Dieser Mindestlohn gilt »allgemein« und nicht nur für bestimmte Branchen.

(Roland Preußl, 9/2010)

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Mitgifttheorie
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Ist eine der Auffassungen darüber, wie man den Schutzbereich des Artikel 1 im Grundgesetz bestimmt. Nach dieser ist die Menschenwürde ein von Gott mitgegebener Wert, z. B. die Wesenheit, der Eigenwert und die Eigenständigkeit, sowie die Natur des Menschen schlechthin. Diese Theorie versteht sich in der Philosophie Kants und in der Tradition der christlichen Naturrechtslehre. Bei der Entstehung des Artikel 1 Abs. 1, kann für sie juristisch ins Feld geführt werden, dass der Parlamentarische Rat von diesen Traditionen ausging.

(Barbara Suttner, 9/2010)

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Molekulare Genetik
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Die molekulare Genetik befasst sich mit den Grundlagen der Vererbung auf Ebene der Moleküle (u.a. Analyse der DNS und der Proteinsynthese).

(Ariane Schroeder, 9/2010)

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N

Nominallohn
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Der Nominallohn bezeichnet die Anzahl der Geldeinheiten des vertraglich vereinbarten Lohns (z. B. 2000 Euro). Der Nominallohn ist im Gegensatz zum Reallohn keine rechnerische Größe und berücksichtigt beispielsweise auch keine Teuerungen. Daher können auch aufgrund der Höhe des Nominallohns keine Aussagen über die »reale« Kaufkraft getroffen werden. Bei Tarifverhandlungen wird immer der Nominallohn ausgehandelt.

(Roland Preußl, 9/2010)

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Normativ vs. Deskriptiv
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Normativ
Normativ (von Lateinisch norma = Richtschnur, Regel) bedeutet allgemein normgebend, also Normen und Regeln aufstellend oder ein Sollen vorschreibend. Normative Sätze geben vor, wie etwas sein soll, also wie etwas zu bewerten ist, ob es gut oder böse ist oder welche Handlungen moralisch geboten sind.
 

Deskriptiv
Das Gegenstück zu »normativ« ist »deskriptiv« (beschreibend). Deskriptive Aussagen sind Sätze über die Realität und können somit überprüft und gegebenenfalls auch widerlegt werden.

(Eva Maria Fischer, 9/2010)

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O

Ovarielles Überstimulationssyndrom
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Eierstöcke können bei IVF in unterschiedlichen Schweregraden überstimuliert werden.

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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P

PCR (Polymerase-Ketten-Reaktion)
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vgl. Polymerase-Ketten-Reaktion

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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Patientenautonomie
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Das Recht des Patienten, freie und eigenverantwortliche Entscheidungen hinsichtlich medizinischer Maßnahmen zu treffen.

(Ariane Schroeder, 9/2010)

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PID (Präimplantationsdiagnostik)
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vgl. Präimplantationsdiagnostik

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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  PKD (Polkörperdiagnostik)
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vgl. Polkörperdiagnostik

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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Pluripotent (Zellen)
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Pluripotente (wörtlich: zu vielem mächtig) Zellen: Zellen, aus denen sich nicht mehr ein gesamter Mensch entwickeln kann (vgl. toti-pontente Zellen).

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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PND (Pränatale Diagnostik)
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vgl. Pränatale Diagnostik

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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  Polkörperdiagnostik (PKD)
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Noch vor der Befruchtung werden der Eizelle Polkörper zur Untersuchung des weiblichen Erbgutes entnommen.

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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Polymerase-Ketten-Reaktion (PCR)
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Polymerase-Ketten-Reaktion ist eine Methode zur ‚in vitro‘ Vermehrung definierter DNA- Stücke mit Hilfe des Enzyms DNA-Polymerase.

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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Präimplantationsdiagnostikgesetz (PräimpG)
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vom 7. Juli 2011

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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Präimplantationsdiagnostik (PID)
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Präimplantationsdiagnostik (wörtlich: Untersuchung vor der Einpflanzung [des befruchteten Embryos in die Gebärmutter]): Genetische Untersuchungen am außerhalb des Mutterleibs erzeugten Embryo.

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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Pränatale Diagnostik (PND)
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Pränatale Diagnostik (wörtlich: Untersuchung [des ungeborenen Kindes im Mutterleib] vor der Geburt):
Früherkennung von Krankheitsanlagen und Fehlbildungen während der Schwangerschaft, z.B. durch Ultraschalluntersuchung, Blutuntersuchung, Fruchtwasseruntersuchung, Nabelschnurpunktion, usw.

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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Prädiktive Gendiagnostik
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Sammelbegriff für die Bezeichnung gendiagnostischer Analysen zur Erfassung genetisch bedingter Veranlagungen für bestimmte – sich erst im Laufe des Lebens manifestierende – Erkrankungen. 

(Ariane Schroeder, 9/2010)

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Probabilistische Aussagen
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Wahrscheinlichkeitsaussagen über einen Sachverhalt oder den Eintritt eines Ereignisses.

(Ariane Schroeder, 9/2010)

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R

Reallohn
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Der Reallohn ist eine rechnerische Größe und drückt die »reale« Kaufkraft der Löhne und Gehälter aus. Der Reallohn berücksichtigt die Teuerung (Inflation) und Verbilligung (Deflation) der Preise für Dienstleitungen und Waren im Gegensatz zum Nominallohn. Beispiel: Beträgt die Teuerungsrate (Inflationsrate) 3% und steigen die Nominallöhne um 5%, so beträgt der Reallohnanstieg nur 2%.

(Roland Preußl, 9/2010)

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S

Staatliche Indifferenz
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Indifferenz umfasst eine Bandbreite von Bedeutungen wie Gleichgültigkeit, Unbestimmtheit, Teilnahmslosigkeit und Unentschiedenheit. Unter Indifferentismus kann man eine Haltung verstehen, der sich nicht auf eine bestimmte Antwort oder Position festlegt. Dies kann Resultat einer Unentschiedenheit oder des bewussten Verzichts auf Stellungnahme sein.

(Johanna Rechenmacher, 9/2010)

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Staatliche Neutralität  
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Das Wort Neutralität (lat. neutrum) bedeutet im Allgemeinen eine unparteiische Haltung sowie die Nichteinmischung oder das Nichteingreifen eines Staates in einen Konflikt. Innerstaatlich fordert das geltende (Verfassungs-)Recht die Neutralität verschiedener Institutionen. Dabei wird als Ziel zum einen die Unparteilichkeit der Amtsführung (Bundespräsident, Berufsbeamtentum) angestrebt und vor allem mit der Bindung an das Gesetz (Rechtsprechung, Verwaltung) verknüpft. Zum anderen wird die Gewährleistung spezieller Sachaufträge (Rechnungshöfe, Europäische Zentralbank) verlangt, wie auch die Sicherung eines freiheitlichen kulturstaatlichen Pluralismus (Rundfunkanstalten, Schule). Die religiös-weltanschauliche Neutralität untersagt die Einmischung eines Staates in Fragen des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses; damit ist auch das Verbot der Bevorzugung oder Benachteiligung wegen der Zugehörigkeit einer bestimmten Religionsgemeinschaft oder Weltanschauung verbunden.

(Johanna Rechenmacher, 9/2010)

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T

 

Totipotent (Zellen)
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Totipotente (wörtlich: zu allem mächtig) Zellen: Zellen, aus denen sich jedes menschliche Gewebe entwickeln kann, auch ein gesamter Mensch; die PID an totipotenten Embryonen ist laut § 8 ESchG verboten.

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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Trophoblastenzellen
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Trophoblastenzellen bilden die äußere Hülle der Blastozyste, aus denen sich später der Mutterkuchen entwickelt.

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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Transplantationsgesetz (TPG)
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Abgekürzt auch TPG, ist ein Gesetz über die Spende, Entnahme und Übertragung von Organen, welches am 1. Dezember 1997 in Kraft getreten ist.

(Barbara Suttner, 9/2010)

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W

 

Würde
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Würde (lat. dignitas) beschreibt einen inneren, sozialen und sittlichen Wert der Persönlichkeit, sowie das Handeln in dem Wissen um diesen Wert.

(Barbara Suttner, 9/2010)

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Z

 

Zytogenetische Methoden
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Zytogenetische Methoden untersuchen die Chromosomen aus bestimmten Körperzellen unter dem Lichtmikroskop mit dem Ziel, numerische oder strukturell auffällige Chromosomensätze nachzuweisen bzw. auszuschließen.

(Informationen zur ethischen Bildung, 07/2011)

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